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Richtlinie für externe Evaluierung der Universitätsverwaltung

CHE Consult hat gemeinsam mit der Universität für Weiterbildung Krems eine Richtline zur externen Evaluierung der Universitätsverwaltung erarbeitet.

Gemäß dem österreichischen Universitätsgesetz verfügen die Universitäten des Landes über ein eigenes Qualitätsmanagementsystem im Sinne der Qualitäts- und Leistungssicherung. Die externe Evaluierung ist ein Teil dieses Systems.

Die Richtlinie für die Evaluierung der Universitätsverwaltung der Universität für Weiterbildung Krems wurde im Rahmen eines Beratungsauftrags entwickelt. Das Evaluierungsverfahren selbst sollte sich durch ein innovatives, zielorientiertes und gleichwohl möglichst bewährtes Vorgehen mit hohem Selbststeuerungsanteil auszeichnen.

Um Ansätze und realisierbare Schwerpunkte für die Richtlinie zu definieren, fand eine intensive und kontinuierliche Abstimmung zwischen Jens Engelke und Laura Wallor von CHE Consult sowie Dr. Elisabeth Kübler-Berghammer, Leiterin der Stabsstelle für Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung an der Universität für Weiterbildung Krems, statt. Darüber hinaus führten Jens Engelke und Laura Wallor Fokusgespräche mit zwölf Führungskräften aus der Universitätsverwaltung und unternahmen Benchmark-Vergleiche. Anschließend erarbeiteten sie einen Richtlinien-Entwurf, der nach einer Feedbackschleife mit dem Rektorat finalisiert und diesem zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Die Richtlinie berücksichtigt die universitätsinternen Interessen, erfüllt die rechtlichen Formalanforderungen und schafft darüber hinaus einen nachweisbaren Mehrwert für die Universität.

„Die präzise Auftragsklärung war in diesem Projekt ein Schlüsselfaktor für eine zielführende Richtlinienkonzeptionierung. Zudem bleibt uns das Projekt fachlich-inhaltlich sowie auch bezüglich der Kooperation mit der Universität als äußerst positiv in Erinnerung“, so Jens Engelke. Dr. Elisabeth Kübler-Berghammer fasst die Zusammenarbeit mit CHE Consult wie folgt zusammen: „In mehreren konstruktiven Gesprächen klärten wir mit CHE Consult unsere Ziele und Anforderungen. CHE Consult schlug Ansätze vor, die sich bei vergleichbaren Vorhaben international bewährt hatten, ließ aber stets genug Raum für die Rahmenbedingungen unserer Universität.“

Strategien zum Umgang mit sinkenden Studierendenzahlen

Anfang November hat CHE Consult in der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und in der Hochschule Hamm-Lippstadt zwei Tagungen mit dem Thema „Sinkende Studierendenzahlen – nur eine Frage des Marketings?“ erfolgreich durchgeführt. 

Anlass, diese Tagungen zu veranstalten, war die Entwicklung der Studierendenzahlen in den letzten zehn Jahren. Nachdem Hochschulen lange von steigenden Zahlen profitiert haben, deuten der demografische Wandel und der prognostizierte Bevölkerungsrückgang mittlerweile eine Bewegung in die entgegengesetzte Richtung an: Mehr Hochschulen und Studiengänge konkurrieren um weniger Studieninteressierte.

Auf den Tagungen haben die Teilnehmenden in moderierten Workshops unterschiedliche Strategien entwickelt, mit denen Hochschulen dieser Herausforderung begegnen können. Bearbeitet wurden anhand von Use Cases Möglichkeiten des Hochschulmarketings, die Weiterentwicklung von Studiengangsangeboten und -formaten sowie das Thema Internationalisierung.

Darüber hinaus haben erfahrene Expert*innen Einblicke in ihre Projekte und Lösungsansätze gegeben. In Magdeburg stellte Dr. Andreas Hoeschen, Leiter des Bereichs Internationalisierungsprogramme für deutsche Hochschulen beim DAAD, Initiativen zur Gewinnung internationaler Fachkräfte vor. In Hamm berichtete Christiane Holz, Manager of Study Program Informatics an der Fonty Hogeschool Techniek en Logistiek über Besonderheiten und Erfolgsfaktoren des niederländischen Hochschulsystems. Ziel des Tagungsteams war es, methodische Herangehensweisen zu vermitteln und einen hilfreichen Erfahrungs- und Wissensaustausch zu fördern.

Zwei Tagungen zum Thema „Sinkende Studierendenzahlen“

CHE Consult richtet an zwei Hochschulen jeweils eine Tagung zu der Bedeutung sinkender Studierendenzahlen für Universitäten und Fachhochschulen (HAW) aus: Am 2. und 3. November 2023 in Magdeburg und am 7. und 8. November 2023 in Hamm-Lippstadt.

Nachdem wir mit unseren Online-Dialogen „Herausforderung sinkender Studierendenzahlen – Nur eine Frage des Marketings?“ im Juli 2023 auf ein überragendes Interesse gestoßen sind, organisieren wir an zwei Hochschulen jeweils eine Tagung, um gemeinsam mit Universitäten und Fachhochschulen (HAW) dieses Thema zu diskutieren und Strategien zu entwickeln: Am 2. und 3. November 2023 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und am 7. und 8. November 2023 an der Hochschule Hamm-Lippstadt.

Sie können sich ab sofort hier für die Tagung in Magdeburg und hier für die Tagung in Hamm-Lippstadt anmelden.

Wirksame Strategien zur Konfliktlösung im Team

In einem Beitrag für die Zeitschrift „Wissenschaftsmanagement“ stellt Jens Engelke, Principal Consultant bei CHE Consult, zwei Instrumente aus dem Konfliktmanagement als Bestandteile eines anwendungsorientierten Leitfadens für Führungskräfte vor: Das proaktive Arbeitsklima-Feedback sowie Gespräche zur Konfliktlösung zwischen zwei Mitarbeiter*innen.

Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen sind sehr heterogene Organisationen. Immer da, wo Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen, Arbeitsweisen und teilweise auch verschiedenen Zielen zusammenarbeiten, wird es nahezu unvermeidlich zu Konflikten kommen. Führungskräfte sollten sich laut des Autors darüber im Klaren sein. Auch, wenn es für Konflikte zahlreiche unterschiedliche Ursachen geben kann, lassen sich im Wesentlichen drei Hauptursachen identifizieren: unzureichende Kommunikation, divergierende Interessen sowie unzureichende Konvergenz auf zwischenmenschlicher Ebene.

Eine Führungskraft ist nicht allein für die Erreichung von Team-, Abteilungs- oder Projektzielen verantwortlich, sondern auch für die Förderung eines positiven Arbeitsumfelds und einer guten Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiter*innen. Sie sollte Konflikte im eigenen Verantwortungsbereich bewusst wahrnehmen, frühzeitig intervenieren und geeignete Strategien zur Konfliktlösung anwenden.

 

Kompetenzorientierung in den Ingenieurwissenschaften

In einem Beitrag für die Zeitschrift „Wissenschaftsmanagement“ stellt Frau Prof. Dr. Birgit Baum, Associate Consultant bei CHE Consult, einen Weg zu einer effizienten und effektiven Verankerung der Kompetenzorientierung in den Ingenieurwissenschaften dar.

In ihrem Artikel beschreibt Birgit Baum die historische Entwicklung der Kompetenzorientierung in der deutschen Hochschullehre anhand einiger Meilensteine und der geänderten Anforderungen an die Hochschullehre im Zuge des Bologna-Prozesses. Anschließend beleuchtet sie die aktuelle Situation in den Ingenieurwissenschaften und stellt gängige Unterstützungsangebote für die kompetenzorientierte Lehre an deutschen Hochschulen vor.

Abschließend erläutert sie eine fünfgliedrige Vorgehensweise für die Ingenieurwissenschaften, die Akzeptanz erzielt und so eine nachhaltige Verankerung der Kompetenzorientierung bewirken kann.

Jetzt anmelden! 6. Online-Dialog II

CHE Consult organisiert zum zweiten Mal seinen 6. Online-Dialog! Das Thema: „Herausforderung sinkender Studierendenzahlen – Nur eine Frage des Marketings?“

Weil das Interesse so groß war und aufgrund einer technischen Begrenzung nicht alle Interessierten beim ersten 6. Online-Dialog dabei sein konnten, führt CHE Consult ihn ein weiteres Mal durch.

Nutzen Sie das Austauschforum, um mit Kolleg*innen anderer Hochschulen über die Herausforderung sinkender Studierendenzahlen zu diskutieren. Sie sind eingeladen zu unserem Online-Dialog „Veränderungen in der Hochschullandschaft“ per Zoom am 31. Juli 2023, 15 bis 16.30 Uhr.

Zu Beginn stellt Ihren unser Senior Consultant Dr. Lukasz Hill aktuelle Zahlen und Thesen zum Thema vor. Danach betrachten wir anhand von Good-Practice-Beispielen, wie das Thema angegangen werden kann. Anschließend freuen wir uns auf eine angeregte Diskussion und Austausch mit Ihnen. Weitere Informationen und Anmeldung

 

Jetzt anmelden! 6. Online-Dialog

CHE Consult organisiert seinen 6. Online-Dialog! Das Thema: „Herausforderung sinkender Studierendenzahlen – Nur eine Frage des Marketings?“

Nutzen Sie unser Austauschforum, um mit Kolleg*innen anderer Hochschulen über die Herausforderung sinkender Studierendenzahlen zu diskutieren. Sie sind eingeladen zu unserem Online-Dialog „Veränderungen in der Hochschullandschaft“ per Zoom am 17. Juli 2023, 14 bis 15 Uhr.

Zu Beginn stellt Ihren unser Senior Consultant Dr. Lukasz Hill aktuelle Zahlen und Thesen zum Thema vor. Danach betrachten wir anhand von Good-Practice-Beispielen, wie das Thema angegangen werden kann. Anschließend freuen wir uns auf eine angeregte Diskussion und Austausch mit Ihnen. Weitere Informationen und Anmeldung

 

Hochschulische Pflegeausbildung

Dr. Lukasz Hill und Laura Wallor, beide Senior Consultants bei CHE Consult, beschreiben zusammen mit Bettina Dauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn, in der Zeitschrift „Wissenschaftsmanagement“ Erfolgsfaktoren hinsichtlich der Lernortkooperation und Organisation bei der hochschulischen Pflegeausbildung.

In dem Artikel skizzieren die Autor*innen Herausforderungen bei der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Praxiseinrichtungen und formulieren Handlungsempfehlungen, die diese erleichtern können. Vorausgegangen war eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Auftrag gegebene Studie. Sie zeigt auf, dass eine hohe Anzahl an Kooperationspartnern Abstimmungsprozesse und Kommunikation erschweren können. Die im Rahmen der Untersuchung befragten Hochschulen haben aus diesem Grund unterschiedliche Formen des Austausches zwischen Hochschule und Praxiseinrichtung festgelegt.

In ihrem Artikel stellen die Autor*innen fest, dass die Hochschulen und ihre Praxispartner*innen vor zahlreichen strukturellen und finanziellen Herausforderungen stehen. Die Lernortkooperation im Rahmen der hochschulischen Pflegeausbildung erfordere aktuell von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität und Engagement.

Wesentliche Faktoren, um die beiden Lernorte Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, seien eine partnerschaftliche, organisatorische Koordinierung sowie inhaltliche Abstimmung der Studieninhalte. Für eine Lernortkooperation sei ein gemeinsames Verständnis über die Ziele der Kooperation, Aufgaben und Rollen der beteiligten Partner essenziell. Dies sollte schriftlich in einem Kooperationsvertrag verankert werden. Ein weiterer Erfolgsfaktor stelle die Anbindung der Praxiseinrichtungen in die Planung von Studiengängen dar, zumal laut der Untersuchung, die Einrichtungen viel Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit aufwiesen. Vor allem das Modulhandbuch der Hochschule sollte gegenüber den Praxiseinrichtungen transparent kommuniziert werden.

Jetzt anmelden: CHE Online-Forum

Am 19. und 20. Oktober 2022 wird das CHE-Online-Forum „Strategische Nachhaltigkeit – wie und wozu messen?“ stattfinden. Das Online-Forum wird mit Unterstützung von CHE Consult, XOLAS und PRME durchgeführt.

Nachhaltigkeit ist auf verschiedenen Ebenen eine zentrale Herausforderung für Hochschulen geworden. Voraussetzung für ein auf empirischer Evidenz basiertes Management von Nachhaltigkeitsprozessen ist die Messung von Nachhaltigkeit. Das CHE-Online-Forum befasst sich mit Fragen der Notwendigkeit, der Operationalisierung und Anwendung sowie der Chancen und Risiken von Messung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Globale Herausforderungen wie der fortschreitende Klimawandel, Ressourcenverknappung, bedrohliche Biodiversitätsverluste sowie zwischen- und innerstaatliche Konflikte und soziale Ungleichheiten bedrohen heutiges und zukünftiges Leben. Es bedarf einer umfassenden Transformation, um als Gesellschaft insgesamt auf den Pfad einer nachhaltigen Entwicklung zu gelangen. Doch welche Rolle nimmt die Institution Hochschule in diesem Kontext ein?

Wollen Hochschulen einen positiven Beitrag zu einem nachhaltigen gesellschaftlichen Transformationsprozess leisten, muss sich dieser auf mehrere Ebenen beziehen: Dieser positive Beitrag bezieht sich einerseits auf primäre Leistungsdimensionen der Hochschulen (Lehre und Studium, Pädagogik, Forschung, Vermeidung von unethischen Kooperationen) und auf Management und Organisation der Hochschulen (z. B. Energie- und Ressourcenmanagement). Zum anderen werden außerhochschulische Aktivitäten erwartet wie beispielsweise eine intensivierte Zusammenarbeit mit primär lokalen Akteurinnen und Akteuren aus Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere in Form nachhaltigkeitsbezogener Projekte. Zudem fordern Studierende ein „offeneres Ohr“ der jeweiligen Hochschulleitung für studentische Belange sowie eine aktive Unterstützung von studentischen Initiativen durch die Hochschule.

Das Forum thematisiert in Keynote-Beiträgen und interaktiven Werkstatt-Sessions diese Themen, vom Management von Nachhaltigkeit in Hochschulen, der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in Studium und Lehre, einschl. nachhaltiger Managementlehre, sowie in Forschung und Transfer. Besonderes Augenmerk wird auf die Messbarkeit und Messung der verschiedenen Aspekte von Nachhaltigkeit gelegt. Keynote Speaker*innen sind:

  • Prof. em. Dr. Thomas Dyllick, Director am Institute for Business Sustainability CH-IB, Prof. em. für nachhaltiges Management und ehemaliger Vize-Präsident Universität St. Gallen,
  • Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich, Präsidentin (komm.) der CBS Cologne Business School, sowie
  • Regina Obexer, Senior Lecturer & UN PRME Coordinator at MCI | The Entrepreneurial School

Effekte eines Teamcoachings

In einem Beitrag für die Zeitschrift „Wissenschaftsmanagement“ stellt Jens Engelke, Principal Consultant bei CHE Consult, exemplarisch die Durchführung eines Teamcoachings mit allen wesentlichen Schritten dar.

Der Artikel lehnt sich an ein Teamcoaching an, das an einer Universität durchgeführt wurde. Zugleich generalisiert der Artikel entsprechende Vorgehensweisen, um den Leser*innen Anregungen für Teamcoachings zu geben.

Die Ausgangssituation für das Teamcoaching war gekennzeichnet durch eine gewisse Unzufriedenheit der Mitarbeiter*innen in einer Organisationseinheit der Universitätsverwaltung. Das Team bestand aus sieben Personen sowie einer Führungskraft. Einige Personen übten ihre Tätigkeit seit vielen Jahren nahezu unverändert aus, andere waren recht neu im Team. Die Aufgabenbereiche des Teams wurden teilweise verändert, Prozesse wurden digitalisiert und somit auch modifiziert. In der Summe gab es zahlreiche größere und kleinere Veränderungen für das Team.

Jens Engelke beschreibt drei Phasen des Teamcoachings:

Phase 1: Vorbereiten des Teams auf das Coaching und Herstellen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit

Phase 2: Durchführen eines Workshops zur Identifikation und Diskussion von Stärken und Schwächen des Teams, Lösungsansätze vereinbaren

Phase 3: Einführen einer Feedback-Kultur, in der positive Aspekte erwähnt und negative Aspekte konstruktiv kommuniziert werden

Dem Autoren zufolge sollten Teams oder Arbeitsgruppen Teamcoachings nutzen, wenn es Potenzial für eine Verbesserung des Zusammenarbeitens gibt und nicht erst im Konfliktfall.

Für ein erfolgreiches Teamcoaching bedürfe es einer internen oder -externen Expertin beziehungsweise eines Experten, die/der in entscheidenden Momenten dafür Sorge trägt, dass kritische Situationen stets konstruktiv besprochen werden und somit die Positiv-Dynamik eines Teamcoaching-Workshops gewahrt bleibt.