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Jetzt anmelden: CHE Online-Forum

Am 19. und 20. Oktober 2022 wird das CHE-Online-Forum „Strategische Nachhaltigkeit – wie und wozu messen?“ stattfinden. Das Online-Forum wird mit Unterstützung von CHE Consult, XOLAS und PRME durchgeführt.

Nachhaltigkeit ist auf verschiedenen Ebenen eine zentrale Herausforderung für Hochschulen geworden. Voraussetzung für ein auf empirischer Evidenz basiertes Management von Nachhaltigkeitsprozessen ist die Messung von Nachhaltigkeit. Das CHE-Online-Forum befasst sich mit Fragen der Notwendigkeit, der Operationalisierung und Anwendung sowie der Chancen und Risiken von Messung von Nachhaltigkeitsstrategien.

Globale Herausforderungen wie der fortschreitende Klimawandel, Ressourcenverknappung, bedrohliche Biodiversitätsverluste sowie zwischen- und innerstaatliche Konflikte und soziale Ungleichheiten bedrohen heutiges und zukünftiges Leben. Es bedarf einer umfassenden Transformation, um als Gesellschaft insgesamt auf den Pfad einer nachhaltigen Entwicklung zu gelangen. Doch welche Rolle nimmt die Institution Hochschule in diesem Kontext ein?

Wollen Hochschulen einen positiven Beitrag zu einem nachhaltigen gesellschaftlichen Transformationsprozess leisten, muss sich dieser auf mehrere Ebenen beziehen: Dieser positive Beitrag bezieht sich einerseits auf primäre Leistungsdimensionen der Hochschulen (Lehre und Studium, Pädagogik, Forschung, Vermeidung von unethischen Kooperationen) und auf Management und Organisation der Hochschulen (z. B. Energie- und Ressourcenmanagement). Zum anderen werden außerhochschulische Aktivitäten erwartet wie beispielsweise eine intensivierte Zusammenarbeit mit primär lokalen Akteurinnen und Akteuren aus Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere in Form nachhaltigkeitsbezogener Projekte. Zudem fordern Studierende ein „offeneres Ohr“ der jeweiligen Hochschulleitung für studentische Belange sowie eine aktive Unterstützung von studentischen Initiativen durch die Hochschule.

Das Forum thematisiert in Keynote-Beiträgen und interaktiven Werkstatt-Sessions diese Themen, vom Management von Nachhaltigkeit in Hochschulen, der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in Studium und Lehre, einschl. nachhaltiger Managementlehre, sowie in Forschung und Transfer. Besonderes Augenmerk wird auf die Messbarkeit und Messung der verschiedenen Aspekte von Nachhaltigkeit gelegt. Keynote Speaker*innen sind:

  • Prof. em. Dr. Thomas Dyllick, Director am Institute for Business Sustainability CH-IB, Prof. em. für nachhaltiges Management und ehemaliger Vize-Präsident Universität St. Gallen,
  • Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich, Präsidentin (komm.) der CBS Cologne Business School, sowie
  • Regina Obexer, Senior Lecturer & UN PRME Coordinator at MCI | The Entrepreneurial School

Effekte eines Teamcoachings

In einem Beitrag für die Zeitschrift „Wissenschaftsmanagement“ stellt Jens Engelke, Principal Consultant bei CHE Consult, exemplarisch die Durchführung eines Teamcoachings mit allen wesentlichen Schritten dar.

Der Artikel lehnt sich an ein Teamcoaching an, das an einer Universität durchgeführt wurde. Zugleich generalisiert der Artikel entsprechende Vorgehensweisen, um den Leser*innen Anregungen für Teamcoachings zu geben.

Die Ausgangssituation für das Teamcoaching war gekennzeichnet durch eine gewisse Unzufriedenheit der Mitarbeiter*innen in einer Organisationseinheit der Universitätsverwaltung. Das Team bestand aus sieben Personen sowie einer Führungskraft. Einige Personen übten ihre Tätigkeit seit vielen Jahren nahezu unverändert aus, andere waren recht neu im Team. Die Aufgabenbereiche des Teams wurden teilweise verändert, Prozesse wurden digitalisiert und somit auch modifiziert. In der Summe gab es zahlreiche größere und kleinere Veränderungen für das Team.

Jens Engelke beschreibt drei Phasen des Teamcoachings:

Phase 1: Vorbereiten des Teams auf das Coaching und Herstellen einer vertrauensvollen Zusammenarbeit

Phase 2: Durchführen eines Workshops zur Identifikation und Diskussion von Stärken und Schwächen des Teams, Lösungsansätze vereinbaren

Phase 3: Einführen einer Feedback-Kultur, in der positive Aspekte erwähnt und negative Aspekte konstruktiv kommuniziert werden

Dem Autoren zufolge sollten Teams oder Arbeitsgruppen Teamcoachings nutzen, wenn es Potenzial für eine Verbesserung des Zusammenarbeitens gibt und nicht erst im Konfliktfall.

Für ein erfolgreiches Teamcoaching bedürfe es einer internen oder -externen Expertin beziehungsweise eines Experten, die/der in entscheidenden Momenten dafür Sorge trägt, dass kritische Situationen stets konstruktiv besprochen werden und somit die Positiv-Dynamik eines Teamcoaching-Workshops gewahrt bleibt.

Digitale Transformation an der Universität Hohenheim

CHE Consult hat die Universität Hohenheim beim Start eines umfassenden Veränderungsprozesses zur Digitalen Transformation begleitet und ein richtungsweisendes Strategiepapier mitgestaltet.

Die Universität Hohenheim will Forschung, Studium und Lehre, aber auch die Universitätsverwaltung innovativer, effizienter und zukunftsfähiger gestalten. Eine Strategie zur Digitalen Transformation, abgestimmt auf den Struktur- und Entwicklungsplan 2023 bis 2027 der Universität, soll hierzu beitragen. Um eine hochschulweite Akzeptanz für das komplexe Projekt zu erreichen, wird die digitale Transformation als partizipativer und zukunftsgerichteter Veränderungsprozess aktiv entwickelt und umgesetzt. Die Grundlage für diesen Prozess und im Prozessverlauf anstehende Entscheidungen bildet ein Strategiepapier, das bereits unter Beteiligung der Universitätsangehörigen entstanden ist. Es hat eine Laufzeit von zunächst fünf Jahren und wird fortlaufend aktualisiert.

Um Inhalte für das Strategiepapier zu kreieren, fanden thematische Online-Workshops, Diskussionen sowie Abstimmungsgespräche statt. Die meisten Ideen und Textbausteine entstanden in einem fakultäts- und statusgruppenübergreifend zusammengesetzten „ThinkTank“, der sich über einen Zeitraum von zehn Monaten regelmäßig getroffen und unterschiedlichste Perspektiven in den Prozess eingebracht hat. Projektmanagerin Julia Klingemann, Principal Consultant bei CHE Consult, hat diese Treffen moderiert, analysiert sowie umfassend dokumentiert und für das Strategiepapier aufbereitet. Dieses wurde im Rektorat der Universität Hohenheim, im Universitätssenat und Universitätsrat, drei Fakultätsräten sowie weiteren wesentlichen Gremien besprochen und verabschiedet.

Prof. Dr. Caroline Ruiner, Prorektorin für Digitale Transformation an der Universität Hohenheim, zeigt sich sehr zufrieden:

„Ich bedanke mich ganz herzlich bei Frau Klingemann von CHE Consult für die professionelle, maßgeschneiderte und vertrauensvolle Begleitung zu Beginn dieses wichtigen Veränderungsprozesses. Durch die partizipative Herangehensweise konnten wir sehr schnell das Strategiepapier mit den wichtigsten Vorhaben und einer Governance-Struktur für die digitale Transformation verabschieden, das von allen Beteiligten unterstützt wird. Somit haben wir jetzt eine ausgezeichnete Grundlage für die Umsetzung.“

 

 

Neuer Standort für die Fachhochschule Kiel

CHE Consult hat der Fachhochschule Kiel empfohlen, ihren neu zu gründenden Studiengang Pflege zusammen mit dem neuen Fachbereich Gesundheit in Neumünster anzusiedeln.

Vor ein paar Monaten beauftragte die Fachhochschule (FH) Kiel CHE Consult mit einem Gutachten, das einen geeigneten Standort für den neu zu etablierenden Studiengang Pflege ermitteln sollte. CHE Consult hat seine Analyse abgeschlossen und spricht sich abschließend für die Stadt Neumünster aus. Bernd Klöver, Geschäftsführer von CHE Consult, präsentierte das Gutachten am 1. Juli in Berlin den Medien gemeinsam mit dem Hochschulpräsidium der FH Kiel.

„Es freut uns, dass mit der Fertigstellung des Gutachtens ein Standort gefunden wurde, der unseren Anforderungen optimal entspricht“, sagt Prof. Dr. Björn Christensen, Präsident der FH Kiel. „Mit dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) als Kooperationspartner wird die Qualität der Lehre für den wichtigen dualen Studiengang gewährleistet.“

Grundlage dieser Entscheidung ist eine Analyse basierend auf einer quantitativen und qualitativen Auswertung unterschiedlicher Daten wie demografische und wirtschaftliche Kennzahlen, verfügbarer Wohnraum und Anbieter im Gesundheitswesen. Tobias Bergmann, Oberbürgermeister des neuen FH-Standorts, ist begeistert von der Entscheidung: „Das ist ein großer Tag für Neumünster. Neumünster ist nun Hochschulstadt. Wir freuen uns, dass wir die CHE Consult mit unserem Angebot, unserer Vernetzung mit dem FEK und durch unsere Stadt selbst überzeugt haben und freuen uns auf die gemeinsame Entwicklung mit der FH Kiel in Neumünster.“

Umsetzungscontrolling für die THGA

In den Jahren 2016 bis 2022 hat CHE Consult jeweils ein strukturiertes Umsetzungscontrolling für das hochschulstrategische Projekt „THGA 2022“ an der Technischen Hochschule Georg Agricola zu Bochum durchgeführt.

 In der Hochschulstrategie „THGA 2022“ ist festgehalten, wie sich die Technische Hochschule Georg Agricola zu Bochum bis 2022 entwickeln sollte. Hierzu wurden zahlreiche strategische Maßnahmen in allen hochschulischen Leistungsbereichen beschrieben. Die THGA wollte – ausdrücklich aus hochschulexterner Perspektive – auf fundierter und dokumentierter Basis einmal pro Jahr über die Umsetzungsstände dieser Maßnahmen informiert sein. Sie beauftragte Jens Engelke, Principal Consultant bei CHE Consult, mit dem entsprechenden Controlling.

Jens Engelke und sein Team werteten die Stände anhand von Reportings der Umsetzungsverantwortlichen für die jeweiligen Maßnahmen aus und führten strukturierte Interviews durch. In einem Ergebnisbericht teilten sie der Hochschule jeweils mit, in welchem Umsetzungsstand sich die Maßnahmen jeweils befinden. Zusätzlich wurden, im Sinne der Hochschulentwicklung, weitere Empfehlungen zur Umsetzung der strategischen Maßnahmen ausgesprochen. Im Detail enthielt der alljährliche Bericht Folgendes:

  • eine Zusammenfassung des ermittelten Umsetzungstandes und der Perspektiven für die verschiedenen strategischen Themen
  • eine Übersicht über den Umsetzungsstand sowohl der laufenden als auch der noch nicht begonnenen Projekte
  • eine Bewertung des Umsetzungsstandes durch die Gesprächspartner*innen
  • wesentliche Trends und Herausforderungen sowie Chancen und Risiken, die sich aus den einzelnen Themen für die THGA ergeben
  • Maßnahmen der THGA für den Umgang mit den Perspektiven, ggf. auch Wege zur Reduzierung von Hemmnissen
  • sonstige Hinweise zur nachhaltigen Erfolgssicherung des Projektes

„Die objektive Analyse von außen ist sehr wertvoll, um unseren Projektstand realistisch einschätzen und die nächsten Schritte oder neue Maßnahmen einleiten zu können“, so Prof. Dr. Heike Kehlbeck, Vizepräsidentin Hochschulentwicklung. „Jens Engelke hat uns schon in der Vergangenheit sehr erfolgreich bei unterschiedlichen Vorhaben unterstützt. Die Zusammenarbeit der Hochschulangehörigen mit ihm ist immer äußerst vertrauensvoll und stets an der positiven Entwicklung der Hochschule orientiert.“

 

Erfolgreiche Antragstellung

Wir gratulieren den 34 weiteren Hochschulen, die eine Länder-Förderung zur Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal erhalten. Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir als CHE Consult einige Hochschulen, wie die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, bei der erfolgreichen Antragstellung unterstützen konnten!

Die Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen (FH) bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) ist das Anliegen eines gemeinsamen Programms von Bund und Ländern. Sie stellen dafür insgesamt bis zu 431,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren zur Verfügung, die im Verhältnis 71:29 vom Bund und vom jeweiligen Sitzland aufgebracht werden. Im Rahmen eines wissenschaftsgeleiteten Auswahlverfahrens waren im November 2020 in der ersten Auswahlrunde Projekte an 64 Hochschulen in die Förderung aufgenommen worden. Ein Auswahlgremium hat nun in der zweiten und finalen Auswahlrunde entschieden, dass 34 weitere Hochschulen gefördert werden. Insgesamt profitieren somit 98 FH/HAW in allen 16 Ländern von der Bund-Länder-Förderung.

Sie dient der Einrichtung von Kooperationsplattformen, Schwerpunktprofessuren, Tandem-Programmen, kooperativen und strukturierten Promotionsprogrammen, aber auch der Umsetzung weiterer innovativer Ideen zur Verbesserung der Gewinnung und Qualifizierung von professoralem Personal.

Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe erhält durch die Förderung die Möglichkeit, eine „Professuren-Offensive“ zu starten. Ab Januar 2023 soll die Personalentwicklung und -gewinnung im professoralen Bereich neu aufgestellt werden.

 

Zukunftsplanung der Hochschule Kehl

CHE Consult hat die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl bei der Erstellung ihres Struktur- und Entwicklungsplans (StEP) 2023 – 2027 unterstützt. Hauptaugenmerk der inhaltlichen und strategischen Beratung lag dabei auf den Bereichen Lehre, Forschung und Weiterbildung.

In einem umfangreichen und partizipativen Prozess hat die Hochschule Kehl die wesentlichen Inhalte für ihren neuen StEP erarbeitet. Dabei haben zunächst vier Arbeitsgruppen zu den Themen Bildung & Gleichstellung, Digitalisierung & Innovation, Internationalisierung & Nachhaltigkeit/Klimaschutz sowie Wertewandel & Demographie, SWOT-Analysen für die Hochschule Kehl erstellt. In drei statusübergreifend besetzten „ThinkTanks“ wurden diese anschließend mit Bezug auf die Bereiche Lehre, Forschung und Weiterbildung diskutiert sowie in Handlungsfelder und Maßnahmen übersetzt.

Julia Klingemann, Principal Consultant bei CHE Consult, hat die Austausche vorbereitet, moderiert und dokumentiert. Darauf aufbauend ließen sich inhaltliche Schwerpunkte für die Laufzeit des neuen StEP herausarbeiten.

So soll insbesondere das Studienangebot ausgebaut und flexibler sowie internationaler gestaltet werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Bereiche Forschung und Transfer zu stärken. Ein größeres Angebot an akademischer, modular gestalteter Weiterbildung soll den wachsenden Fachkräftebedarf der Verwaltungen auf kommunaler und (über-)regionaler Ebene sicherstellen.

Im Mittelpunkt aller Diskussionen standen Themen wie Digitalisierung und Internationalisierung sowie die Frage, wie sich die Leistungsfähigkeit von Verwaltungen angesichts des demografischen Wandels in Zukunft sicherstellen lässt. Insbesondere ging es dabei um die horizontale, ressortübergreifende Verzahnung von Verwaltungen zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen.

Den Abschluss des partizipativen Verfahrens bildete eine Großveranstaltung in der Stadthalle Kehl. Hier fanden ein World Café für Hochschulangehörige sowie eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen des Landes und der Kommunen statt.

In diesem Kontext sagte Herr Professor Beck, Rektor der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl: „So gut oder schlecht, wie wir forschen und aus- und weiterbilden, so gut oder schlecht wird die Verwaltung später funktionieren. Unsere Strategie trägt somit zur Zukunftssicherung der Leistungsfähigkeit der städtischen, kommunalen und Landes-Verwaltungen bei. Ich bin sehr dankbar für die professionelle, fachkundige Begleitung und Moderation unseres Beteiligungsprozesses durch Julia Klingemann von CHE Consult. Die im Prozess erarbeiteten Ergebnisse bilden eine solide Grundlage für den Struktur- und Entwicklungsplans (StEP) 2023 – 2027.“

Evaluation von „SCHULWÄRTS!“

CHE Consult hat im Auftrag der Stiftung Mercator das Programm „SCHULWÄRTS! – Lehramtspraktika International II“ des Goethe-Instituts evaluiert. Ziel der Evaluation war es, zu bewerten, ob die für SCHULWÄRTS! festgelegten qualitativen und quantitativen Ziele erreicht worden sind.

„SCHULWÄRTS!“ ist ein Programm, das Praktika an vom Goethe-Institut betreuten Schulen in über 40 Ländern vermittelt und fördert. Bewerben können sich Lehramtsstudierende und angehende Lehrkräfte, die individuell betreut werden. Gefördert wurde „SCHULWÄRTS!“ in einer zweiten Förderphase durch das Auswärtige Amt und die Stiftung Mercator. Die Stipendiat*innen sollen internationale und interkulturelle Erfahrungen sammeln, ihre Lehrer*innenpersönlichkeit weiterentwickeln und für die internationale Bildungszusammenarbeit motiviert werden.

Gemeinsam mit der Auftraggeberin und den Mitarbeiterinnen des Goethe-Instituts wurden zu Beginn des Projektes Wirkungshypothesen festgelegt, die dann im Zuge der Evaluation geprüft wurden.

Projektleiterin Laura Wallor erklärt: „Wir haben untersucht, inwiefern das Programm seine Ziele erreichen konnte, beispielsweise inwiefern Lehramtsstudierende durch „SCHULWÄRTS!“ ermutigt wurden, ins Ausland zu gehen und ob sie durch ihre Teilnahme an „SCHULWÄRTS!“ einen Kompetenz- und Erkenntniszuwachs erlebt haben.“

Neben den qualitativen wurden auch quantitative Ziele (insbesondere die Anzahl der geförderten Praktika) untersucht. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Evaluation war die Identifikation von Alleinstellungsmerkmalen und Desideraten im gesellschaftlichen Handlungsfeld von „SCHULWÄRTS!“. Die Evaluation umfasste methodisch eine begleitete Selbstevaluation, eine Online-Befragung der Stipendiat*innen, in die auch Stipendiat*innen der ersten Förderphase vergleichend einbezogen worden sind, leitfadengestützte Interviews mit Stipendiat*innen, eine Dokumentenanalyse von Praktikumsberichten sowie Expert*innen-Interviews.

Basierend auf den Ergebnissen der Evaluation hat CHE Consult Vorschläge und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Programms erarbeitet und diese gemeinsam mit Vertreter*innen der Stiftung Mercator und des Goethe-Instituts diskutiert.

Arthur Tarnowski, Projektmanager bei der Stiftung Mercator im Bereich Europa in der Welt bedankte sich bei CHE Consult für die Evaluation: „Vielen Dank für die Evaluation von „SCHULWÄRTS!“. Die zu jedem Zeitpunkt strukturierte und klar kommunizierte Vorgehensweise hat die pünktliche und qualitativ hohe Umsetzung der Evaluation erst möglich gemacht.“

Vorausschauende Hochschulentwicklung

Ein Beitrag für die Zeitschrift „Wissenschaftsmanagement“, den Julia Klingemann und Jens Engelke mit Kollegen der Firma Z_punkt, geschrieben haben, beleuchtet, wie Hochschulen eine „Foresight Literacy“ entwickeln können.

Hochschulen sind sehr gut vertraut mit dem Erstellen oder Aktualisieren eines Hochschulentwicklungsplans (HEP). Dieser beschreibt im Regelfall die strategische Ausrichtung sowie gesamthochschulische Vorhaben für fünf Jahre. Doch wie zukunftsfähig sind die üblichen Ansätze der HEP-Erstellung?

In ihrem Beitrag weisen die Autor*innen auf zwei Aspekte hin, die auffallen. Zum einen folgt aus der Fünf-Jahres-Perspektive, dass länger- und langfristige Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und weiteren Bereichen des (globalen) Zusammenlebens nur mäßig Berücksichtigung finden können. Zum anderen werden hochschulextern induzierte Chancen und Risiken („Outside-In“-Perspektive) wenig berücksichtigt, die sich aus langfristigen Entwicklungen der Hochschulumwelt ergeben.

In Reaktion auf diese Beobachtung regen die Autor*innen an, die Methode einer strategischen Vorausschau auf mehr als fünf Jahre zu initiieren, um vielfältige Trends und Treiber von Entwicklungen – lokal bis international – in der Planung berücksichtigen zu können. Damit könne zudem die „Changeability“, die positive mentale Haltung gegenüber Veränderungen, gefördert werden. Durch die Diskussion über mögliche Zukünfte, so die Autor*innen, könnten Flexibilität und Agilität der Organisation erhöht werden.

Strategische Vorausschau versteht sich nicht als Prognostik. Vielmehr geht es um die systematische Vorbereitung auf mögliche Entwicklungen, auch auf solche, die aus heutiger Sicht „unwahrscheinlich“ oder „utopisch“ sind. Die Methodik soll das gemeinsame Denken in und Sprechen über Alternativen ebenso ermöglichen wie die Entwicklung von Handlungsoptionen.

Das Methodenspektrum ist breit und umfasst sowohl quantitative, expert*innenbasierte, interaktive als auch kreative Ansätze. Häufig eingesetzt werden strategische Trendanalysen, explorative und normative Szenariotechniken sowie Delphi-Befragungen, oft in Kombination und angepasst an das spezifische Erkenntnisinteresse, den situativen Anwendungskontext und die Vorerfahrung wie Zeitressourcen der Beteiligten.

Im Artikel wird ein Sechs-Phasen-Modell für die strategische Vorausschau vorgestellt. Es wird beschrieben, wie Hochschulleitungen die ersten Schritte gehen und in eine Foresight-Pilotphase eintauchen können.

Einen positiven Beitrag für die Zukunft leisten

In einem aktuellen Beitrag für die DUZ Wissenschaft & Management argumentieren Jens Engelke (CHE Consult) und Mathias Falkenstein (XOLAS): Hochschulen können sich neue Chancen eröffnen, wenn sie sich an Nachhaltigkeitserwartungen von Studierenden orientieren.

In einer Studie, durchgeführt von der Initiative „Positive Impact Rating Association“, wurden nahezu 3.000 Studierenden von Business Schools aus aller Welt befragt. Die Ergebnisse wurden während des Weltwirtschaftsforums im Januar 2020 in Davos vorgestellt. Sie zeigen: Die befragten Studierenden erwarten, dass ihre Hochschulen einen positiven Beitrag zu einem nachhaltigen gesellschaftlichen Transformationsprozess leisten. Zum anderen werden außerhochschulische Aktivitäten erwartet wie beispielsweise eine intensivierte Zusammenarbeit mit primär lokalen Akteur*innen aus Gesellschaft und Wirtschaft.

In ihrem Beitrag erläutern die Autoren, auf welche Weise Hochschulen derart gelagerten Erwartungen von Studierenden gerecht werden können, und welche Fehler vermieden werden sollten. Wichtig sei, das Thema Nachhaltigkeit nicht im Sinne oberflächlicher Marketinginteressen zu missbrauchen. „Studieninteressierte und Studierende“, so die Autoren, können „sehr wohl feststellen […], mit welcher Stringenz und Konsistenz eine Hochschule ihre Fortentwicklung operationalisiert. Auch gesellschaftliche Schlüsselakteur*innen erwarten von einer Hochschule, dass sie Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen anbietet und insofern einen Mehrwert für die Gesellschaft leistet.“

Insbesondere Hochschulleitungen seien gefordert, mit der Umsetzung von strategischen Leitlinien Orientierung zu geben. Ein Weg, auf dem dies gelingen kann, ist Positive Impact Development. Der Ansatz unterstützt die Hochschule dabei, die vielfältigen Facetten der Nachhaltigkeit – von einer ressourceneffizienten Gebäudenutzung bis zur Third Mission – zu identifizieren und in der Folge konkret und messbar fortzuentwickeln.

Die Autoren argumentieren weiter, dass durch das Antizipieren und möglichst Erfüllen von (Nachhaltigkeits-) Erwartungen der Studierenden Attraktivität und Bindung erzeugt werden können. In der Folge steige die Wahrscheinlichkeit, zusätzliche Studierende zu gewinnen. Zudem könnte auch das Alumni-Management erheblich befördert werden.

 

Der ursprüngliche Beitrag ist erschienen in: DUZ Wissenschaft & Management, 03/2021, www.duz.de