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19.03.2018

Fachgutachten zur Neugestaltung der Studieneingangsphase

CHE Consult hat in Zusammenarbeit mit dem „Projekt nexus“ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ein Fachgutachten erstellt. Das Gutachten basiert auf einer systematischen Analyse von Modellansätzen für die Gestaltung der Studieneingangsphase und beschreibt Best-Practice-Beispiele und ihre Erfolgsfaktoren. Im Gutachten werden zudem Vorschläge für die Gestaltung weiterer Programme gemacht.

Die Gestaltung der Studieneingangsphase hat durch die zahlreichen neu entstandenen Studiengänge, mit vielfältigen Anforderungen an die Studierenden an Bedeutung gewonnen. Durch die Öffnung der Hochschulen hat zudem die Heterogenität unter den Studienanfänger(inne)n zugenommen. „Mit den Vorschlägen zur Gestaltung von neuen Modellen, wollen wir einen Beitrag zur Verbesserung der Studiensituation leisten“, sagt Mitautor Lukasz Hill von CHE Consult. „Dabei ist es wichtig, dass die Hochschulen zunächst sehr genau analysieren, welche Herausforderungen ihre Studierenden in den jeweiligen Studieneingangsphasen erleben und geeignete Unterstützungsmaßnahmen dafür entwickeln.“


Kernstück des Gutachtens ist eine Typologie neugestalteter Studieneingangsphasen. „Wir haben die Typologie aus einem Merkmalskatalog in Form eines morphologischen Tableaus entwickelt“, erklärt Olivia Key von CHE Consult, die die Studie konzipiert hat. Die beschriebenen Typen unterscheiden sich im Hinblick auf die zentrale Zielsetzung der Modelle sowie im Hinblick auf weitere Merkmale wie zum Beispiel die curriculare Verankerung oder die Dauer.


Insgesamt werden sechs Typen unterschieden. Während es in Typ A um die Verbesserung der Studienorientierung im Sinne einer organisatorischen Unterstützung geht, zielt Typ B eher auf die Verbesserung der fachlichen Orientierung. In Typ C steht die zeitliche Entlastung im Vordergrund, während in Typ D versucht wird, identifizierte Defizite auszugleichen. Die Typen E und F thematisieren den Kompetenzaufbau beziehungsweise die Steigerung der Studienmotivation.


Um die Typologie erstellen und Erfolgsfaktoren identifizieren zu können, hat CHE Consult relevante Studien, Evaluationen, Projektdokumentationen und Tagungsbeiträge ausgewertet. Die Auswahl speiste sich aus dem Projekt „Innovative Studieneingangsphase“ der Heinz Nixdorf Stiftung und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Projektdatenbank des „Qualitätspakts Lehre“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), dem Handbuch Studienerfolg des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Publikation „Die engagierten Hochschulen“ der HRK. Grundlage der Analyse der beispielgebenden Reformansätze waren leitfadengestützte Expert(inn)eninterviews in den Hochschulen.


Das „Projekt nexus“ wird vom BMBF gefördert. Aufgaben und Ziele des Projektes sind es, die Hochschulen bei der Weiterentwicklung der Studienprogramme und dem Ausbau der Studienqualität zu unterstützen. Das Projekt arbeitet insbesondere mit den Schwerpunkten: Optimierung der Studieneingangsphase, Förderung der Mobilität während des Studiums sowie dem Übergang in das Beschäftigungssystem.

 

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