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19.12.2016

Digitalisierung bietet Potenzial zur Profilbildung für deutsche Hochschulen

Die Studie zu Strategieoptionen für das digitale Zeitalter des Hochschulforums Digitalisierung zeigt exemplarische Profilierungsmöglichkeiten auf. An übergeordnete Ziele der Hochschule anknüpfende Digitalisierungsmaßnahmen im Bereich der Lehre können die Positionierung von Hochschule stärken. Exemplarisch wurden 10 Hochschulen untersucht, die strategische Ansätze verfolgen, um digitale Medien in der Lehre einzusetzen. Die Studie erklärt anhand der Beispiele, welche Optionen es für die institutionelle Profilbildung gibt.

„Digitalisierung in der Hochschullehre ist nicht als Selbstzweck zu verstehen, sondern kann mit den übergeordneten strategischen Zielen der Hochschule verknüpft werden. Diese Studie zeigt auf, welche unterschiedlichen Wege dazu bestritten werden können“, resümiert Ronny Röwert von CHE Consult als Koordinator im Hochschulforum Digitalisierung. Nach der strategischen Verankerung entsprechender Maßnahmen steht nun an den meisten der untersuchten Hochschulen der Schritt der operativen und breitenwirksamen Umsetzung noch aus. So haben die untersuchten Hochschulen strategische Maßnahmen in unterschiedlichen Teilbereichen zwar ergriffen: sei es die Einrichtung eines Support-Centers oder die Umsetzung beispielhafter Lösungen für bestimmte Fächer oder Studiengänge. Allerdings prägen derartige Maßnahmen noch nicht in umfassender Weise den Lehralltag der entsprechenden Hochschule.

Um diesen Strategieprozess an Hochschulen zu fördern, wird das „Hochschulforum Digitalisierung 2020“ in den kommenden vier Jahren Hochschulen mit verschiedenen Unterstützungsangeboten auf dem Weg in das digitale Zeitalter begleiten. So werden Hochschulleitungen in ihren Strategieprozessen bezüglich des digitalen Wandels durch Experten und Hochschulmanager in einer Reihe von Workshops beraten. In einer jährlichen Konferenz werden die Ergebnisse der Beratungsmaßnahmen der Öffentlichkeit vorgestellt. Hochschulen werden sich für eine Teilnahme an den Beratungsprozessen beim Hochschulforum bewerben können. Der erste Durchgang soll im Sommer 2017 starten.

Die Studie „Strategieoptionen für Hochschulen im digitalen Zeitalter“ wurde vom mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH im Auftrag der Themengruppe „Change Management & Organisationsentwicklung“ des Hochschulforums Digitalisierung erstellt. Auf Basis von Interviews wurden die Profilbildungsoptionen detaillierter untersucht. Beteiligt waren die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Dresden, die Universität Paderborn, die Technische Universität Kaiserslautern und die RWTH Aachen. Dazu im Bereich der Fachhochschulen die Technische Hochschule Nürnberg, die Hochschule Wismar, die Beuth Hochschule für Technik Berlin die Hochschule Kaiserslautern und die Popakademie Baden-Württemberg.


Das Hochschulforum Digitalisierung ist ein gemeinsames Projekt des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und des CHE Centrum für Hochschulentwicklung unter Einbindung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den Jahren 2014-2016 und wird in einer zweiten Phase bis 2020 fortgesetzt. CHE Consult koordiniert die Themengruppe Change Management & Organisationsentwicklung“ im Rahmen der ersten Phase. Daneben berät CHE Consult Hochschulen bei ihren Strategien für das digitale Zeitalter und den Konsequenzen für die hochschulspezifische Organisationsentwicklung.

 

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