Hochschulen haben, so das weit verbreitete und gepflegte Selbstbild, bezogen auf die Herkunft, Sprache, Prägung, Interessenslagen… der Hochschulangehörigen immer schon die Vielfalt der Monokultur vorgezogen. Heterogenität ist ohne Zweifel bereichernder, produktiver und spannender. In Feldern wie der Internationalisierung und der Gleichstellungsarbeit, im Studierendenmarketing und in der Nachwuchsförderung und auch im Personalmanagement stehen die Hochschulen bereits vor der Herausforderung, neue Zielgruppen adäquat anzusprechen und der Unterschiedlichkeit ihrer potentiellen oder derzeitigen Hochschulangehörigen gerecht zu werden. Veränderte Anforderungen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld drängen Hochschulen ohnehin dazu, dass sie sich neuen Anforderungen gegenüber öffnen, die sie bisher nicht unbedingt berücksichtigen mussten (z. B. Teilzeitstudium, Vereinbarkeit von Studium bzw. Beruf und Familie, Dual Career). Neu ist allerdings der Gedanke, dass Inklusion und Integration an der Hochschule immer stärker zu einer zentralen strategische Aufgabe in Studium und Lehre sowie im Personalmanagement werden. Ein Ansatz von Diversity Management zielt nicht nur darauf ab, Unterschiede abzufedern und Chancengleichheit zu gewähren, sondern insbesondere darauf, Heterogenität als Ressource für andere Sichtweisen, neue Ideen und bessere Lösungen zu nutzen. ...  |