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Thematische Einführung

Der demographische Wandel ist eine der zentralen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten. Dabei sind die übergreifenden Trends klar und kurzfristig kaum zu verändern: Wir werden älter, wir werden weniger und wir werden heterogener. Die letzten beiden Entwicklungen haben massive Auswirkungen auf das Hochschulsystem, während die zunehmende Alterung vor allem Fragen für die Stabilisierung der Sozialsysteme und für das gesellschaftliche Zusammenleben insgesamt aufwirft.

Im Blick auf das Hochschulsystem ist aber noch die ungleiche Entwicklung in Ost und West relevant. In Folge von Schulzeitverkürzung, leichter demographischer Erholung der jungen Altersgruppen und einer höheren Bildungsbeteiligung wird in den nächsten 20 Jahren in Deutschland insgesamt die Nachfrage nach Studienplätzen noch einmal erheblich zunehmen. Jüngste Prognosen zeigen, dass dieser Trend so massiv sein wird, dass es sich keineswegs um ein mittelfristiges Phänomen handelt. Vielmehr werden in vielen Ländern im Westen die potenziellen Studienanfänger erst nach 2030 wieder den Stand von 2005 erreichen. Gleichzeitig wirkt sich im Osten der demographische Wandel schon jetzt in einer Kombination von Geburtenknick nach der Wende und Abwanderungen direkt auf die Studienanfänger aus. In dieser widersprüchlichen Situation versuchen Bund und Länder im Hochschulpakt 2020 einen Ausgleich zwischen gesamtdeutschen Interessen und Landesperspektive zu schaffen. Allerdings reicht der Hochschulpakt in der Dimension nicht aus. Er leidet zudem daran, dass er den Hochschulen nicht genügend Planungssicherheit liefert.


CHE-Position zum Demographischen Wandel

Im Hochschulpakt fehlen verglichen mit dem derzeitigen Planungsstand etwa 14,5 Milliarden Euro, um das zu erwartende Hoch an Hochschulzugangsberechtigten auch zu einem Studierenden- und Absolventenhoch machen zu können. Dies ist nicht nur volkswirtschaftlich wichtig, sondern auch eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Angesichts des Demographischen Wandels ist - über die Frage des Studierendenhochs hinaus - langfristig eine Erhöhung der Absolventenquote in Deutschland erforderlich. In diesem Kontext sind schon heute Weichenstellungen notwendig, die Weiterbildung und Lebenslanges Lernen fördern. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema muss auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Die bundespolitischen Rahmenbedingungen sind ebenso relevant, wie die konkrete Landespolitik und die Entwicklungsstrategien von Hochschulen. Darüber hinaus sind internationale Entwicklungen zu berücksichtigen: hinsichtlich der Studierendenzahlen, der Mobilität und bildungspolitischer Szenarien.

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Ansprechpartner
Christian Berthold
Christian Bertholdmehr
Telefon: 030 2332267-40
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E-Mail: christian.berthold
@che-consult.de
 
Assistenz:
Elsa Herzkowiczmehr
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Veranstaltungen

Vergangene Veranstaltungen

20.11.2009
Workshop: Hochschulmarketing für die neuen Länder – Jenseits von Fernost
Universität Potsdam, Universitätskomplex III Babelsberg, August-Bebel-Str. 89 (Haus 6, Raum S 21)
27. / 28.11.2008
Symposium: Herausforderung demographischer Wandel: strategische Antworten für Hochschulen und Länder
Ludwig-Erhard-Haus, Berlin
weitere

Aktuelle Downloads
05.03.2012
Modellrechnungen zur Entwicklung der Studienanfängerzahlen in Deutschland (pdf)mehr
20.11.2009
Der CHE Datenatlas für das deutsche Hochschulsystem: Grundlage einer Demographierisiko- und Marketingchancen-Bewertung von und für Hochschule (pdf)mehr
20.11.2009
Fächerpräferenzen von Studienanfänger(inne)n 2006/2007 – Regionale und geschlechtsspezifische Muster
Eine Sekundäranalyse der amtlichen Statistik unter besonderer Berücksichtigung der MINT-Fächer (pdf)mehr

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