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Projekt

Vielfalt als Chance

Projekttyp:
CHE Consult
Projektpartner:
Bertelsmann Stiftung
Laufzeit:
1/2010 - 8/2012 (abgeschlossen)

Zielsetzung

Mit dem vorliegenden Projekt soll an den Hochschulen ein Steuerungsansatz Diversity Management eingeführt werden, der die Vielfalt und Heterogenität von Menschen als eine Bereicherung der Hochschulen begreift. Hochschulen sollen sensibilisiert und in die Lage versetzt werden, mit vorhandener und zunehmender Diversität verantwortungsvoll umgehen zu können: Zum einen geht es darum, Potentiale besser zu erkennen und für die Hochschulen zu gewinnen. Zum anderen darum, die verschiedenen Voraussetzungen der Studierenden zu nutzen und den Studienerfolg zu erhöhen – bei Wahrung oder Steigerung der Qualität. Internationale Erfahrungen lehren, dass messbare Erfolge auf diesem Gebiet (höhere Beteiligung unterrepräsentierter Gruppen, geringerer Studienabbruch) viele Jahre benötigen. Umso wichtiger ist es, dass die deutschen Hochschulen sich jetzt auf den Weg machen, bevor der demographische Wandel sie mit aller Härte trifft.
Diversity Management muss auf die Agenda der Hochschulen und des Hochschulsystems gesetzt werden. Voraussetzung einer gelingenden Ausschöpfung aller Potenziale ist jedoch ein Bewusstseinswandel – im Wesentlichen geht es um den Wandel von einer professoren- zu einer studierendenzentrierten Lehre. Das bedeutet u.a., auf die verschiedenen Bildungsvoraussetzungen der Studierenden Rücksicht zu nehmen und Lehrformen zu nutzen, in denen unterschiedliche Vorkennt­nisse und Kompetenzen sich gegenseitig ergänzen. Dazu muss Diversity Management strategisch in den Hochschulen verankert werden.
Zudem sollen den Hochschulen die Konzepte und Instrumente zur Implementierung eines Diversity Managements bereit gestellt werden. Exemplarisch fokussiert sich das Projekt besonders auf die Zielgruppen Studierende mit Migrationshintergrund, aus dem Ausland, aus sozial benachteiligten bzw. bildungsfernen Familien und auf berufstätige Studierende mit und ohne Hochschulzugangsberechtigung. Bei jeder dieser Gruppen geht es um eine Mischung aus genauer Kenntnis der spezifischen Bedingungen, um Maßnahmen der Beratung und Begleitung, der Beobachtung, der Förderung wie der Motivation, aber auch der Mobilisierung bisher ungenutzter Potenziale.


Projektansatz

Zur Durchführung des Projekts wurden acht Hochschulen als Pilotprojekt-Partner ausgewählt, die dann koordiniert die geplanten Projektstränge durchlaufen. Die Ergebnisse der Projektstränge werden jeweils gezielt in die Arbeit der parallel laufenden anderen Stränge eingespeist. Anschließend sollen die Ergebnisse der Pilotvorhaben systematisiert und für die Hochschulen in Deutschland aufbereitet werden.
1. Strategische Ausrichtung und Controlling
Deutsche Hochschulen sind sehr dezentral gesteuerte Organisationen, daher scheitern Reformen oft an der mangelnden übergreifenden strategischen Verankerung. Diversity Management aber ist ein umfassender Reformansatz, der die einzelne Hochschule von einer professorenorientierten hin zu einer studierendenzentrierten Lehre verändern soll. Deshalb soll in dem Projekt der Akzent auf die exemplarische Erarbeitung strategischer Konzepte gelegt werden. Die thematische Verankerung im Präsidium, Veränderungen der Leitbilder und Hochschulentwicklungspläne, definierte Entscheidungsbefugnisse und klar nachvollziehbare wie messbare Zielsetzungen sowie die Einbindung dieser Strategie ins Controlling sind dafür nötig.
2. Studierendenbefragung („QUEST“)
Eine zentrale Voraussetzung für eine diversitätssensible Hochschule ist die systematische Bereitstellung einer geeigneten Datengrundlage. CHE-QUEST ist ein anspruchsvolles empirisches Erhebungsverfahren, das der sorgfältigen Erprobung und Validierung bedarf. Es werden sensible, personenbezogene Daten erhoben, die allerdings nur auf Ebene der Institution ausgewertet werden. CHE-QUEST kann den Hochschulen die empirische Basis ihres Diversity Managements liefern. Zugleich aber erbringen die Erprobungen bereits Daten, die für die deutschen Hochschulen so nicht vorliegen und die übergreifende Erkenntnisse über die Situation von atypischen Studierenden liefern. Mit einem entsprechenden Diversity Report soll gezielt die Diskussion in der Hochschulöffentlichkeit ausgelöst werden, die diese Zusammenhänge bisher weitgehend ausgeblendet hat.
3. Umsetzung und Weiterentwicklung von Maßnahmen
In dem Projekt wird an den Pilothochschulen eine systematische Bestandsaufnahme bisheriger Aktivitäten, deren Bewertung, ihre Neuausrichtung auf die Diversity-Strategie und eine Ergänzung aus dem aufbereiteten Instrumenten-Set durchgeführt. Die konkreten Maßnahmen reichen dabei von Angeboten des Übergangsmanagements, die Studieninteressierte adressieren, über Maßnahmen im Studium selbst (z. B. Teilzeitangebote) und im Studienumfeld bis hin zu solchen, die die Hochschule als Institution in den Blick nehmen (z. B. Familienfreundlichkeit) und helfen, ihre Flexibilität im Umgang mit heterogenen Studierendenschaften zu erhöhen. Die Zielerreichung und die Qualität der Maßnahmen kann später durch CHE-QUEST kontrolliert werden. Ziel in diesem Projektstrang ist es, einen systematischen Zugriff auf Maßnahmen und Handlungsansätze zu ermöglichen, ergänzt durch Hinweise zur Implementierung, und dies in einer online Datenbank zur Verfügung zu stellen.
4. Change Management
Auch wenn die reformorientierten Hochschulleitungen i.d.R. für die nötigen Veränderungen sensibilisiert sind, stellt die Verankerung des Diversity Management auf allen Ebenen der jeweiligen Hochschule – also bei den Lehrenden, in der Verwaltung und auch bei den Studierenden – eine große Her­ausforderung dar. Vor allem werden es interne Kommunikationsmaßnahmen sein, mit denen die Einbindung der relevanten Gruppen in den Hochschulen gesichert und der Bewusstseinswandel bewirkt werden kann.
5. Transfer
Das Projekt wird bundesweit intensiv durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet, um die derzeit gerade einsetzende Aufmerksamkeit für Diversity Management weiter zu fördern. Dazu werden mehrere strategische Partner eingebunden, die die Durchdringung der Community gewährleisten. Darüber hinaus kommt der hochschulübergreifenden Einbindung von Studierenden und Hochschulabsolvent/-innen hohe Bedeutung zu. Durch Diskussionen insbesondere unter Nutzung bestehender virtueller Netzwerke (z. B. arbeiterkind.de), in denen das Thema platziert wird, soll die Breitenwirkung erhöht und sollen die Perspektiven der Betroffenen zur Artikulation gebracht werden. Der Mentalitätswandel hin zu einem studierendenzentrierten Lehrangebot hängt auch davon ab, ob und wie stark die Studierenden ihre Perspektiven einbringen können. Durch die Einbindung internationaler Partner wie dem European Access Network wird erreicht, dass die deutschen Hochschulen den Anschluss an die internationale Diskussion zur Öffnung des Hochschulzugangs und zum Diversity Management an Hochschulen finden.


Ergebnisse

CHE Consult hat ein für Deutschland neuartiges Befragungsinstrument entwickelt: CHE-QUEST. Mit Parametern aus der Sozialforschung und der Psychologie wird die unterschiedliche Anpassung von Studierenden an die Bedingungen des Studiums abgebildet. Nach einer ersten Befragungsrunde konnten acht typische Adaptions-Muster identifiziert und beschrieben werden. Hochschulen können auf dieser Basis Maßnahmen entwickeln, die im Idealfall für alle Studierenden die Wahrscheinlichkeit erhöhen, das Studium erfolgreich abzuschließen.
Kurzinformation CHE-QUEST (dt. Fassung)
Kurzinformation CHE_QUEST (engl. Fassung)

 


Verantwortlich beim Projektpartner
  • Ulrich Kober, BST

Projektmitarbeiter
  • Andrea Güttner

Publikationen
  • Leichsenring, Hannah: Study-related diversity: a new paradigm for higher education institution diversity management, in: Widening Participation and Lifelong Learning, Special Issue, 13, (2012), S. 71-86
  • Leichsenring, Hannah: Wie divers ist Europa? Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Nachbarländern Deutschlands, in: Gerlinde Schreiber (Hrsg.): Diversity als Erfolgsmodell. 10 Jahre Internationaler Frauenstudiengang Informatik. Dokumentation des Workshops an der Hochschule Bremen, Oktober 2010, 2011
  • Leichsenring, Hannah: Lack of Skilled Workers and Equity in Higher Education - The Astonishing Effects of Demographic Change in Germany, in: Michael Cooper (Hrsg.): From Access to Success: Closing the Knowledge Divide. Papers from the 19th Annual Conference of the European Access Network at Södertörn University, Stockhom, Sweden, 14-16 June 2010, 2011, S. 129-144
  • Leichsenring, Hannah: Was heißt Diversität in Lehre und Studium?, in: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Öffnung der Hochschule. Chancengerechtigkeit, Diversität, Integration. Dossier, Berlin, 2011

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Kontakt
Christian Berthold
Christian Bertholdmehr
Telefon: 030 2332267-40
Fax: 030 2332267-41
E-Mail: christian.berthold
@che-consult.de
 
Assistenz:
Elsa Herzkowiczmehr
Telefon: 030 2332267-56

News zum Projekt
09.07.2012 | "Auf jeden Fall brauchen wir aber mehr Daten"mehr
05.07.2012 | Diversity management is necessary and should be geared towards goals and opportunitiesmehr
05.07.2012 | Diversity Management ist notwendig und sollte auf Ziele und Chancen ausgerichtet werdenmehr
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