Junge Frauen aus Rheinland-Pfalz studieren besonders gerne Mathematik oder NaturwissenschaftenRegionale und geschlechterspezifische Unterschiede in der Präferenz für Studienfächer der Fächergruppe Mathematik & Naturwissenschaften. Im Studienjahr 2007 haben sich insgesamt 55.203 Studienanfänger/-innen für einen Studiengang der Fächergruppe Mathematik & Naturwissenschaft eingeschrieben, 1.404 mehr als im Jahr zuvor. Allerdings ist die bundesweite Popularitätsquote trotzdem von 18,5 auf 18 Prozent gefallen, weil die Zahl der Studienanfänger stärker gestiegen ist.
Ein Geschlechtervergleich macht deutlich, dass Studiengänge dieser Fächergruppe bei Männern beliebter sind als bei Frauen. Begannen knapp 21 Prozent der Studienanfänger im Jahr 2007 ein Studium in dieser Fächergruppe, so waren es lediglich 15 Prozent der Studienanfängerinnen.
Der Ländervergleich zeigt, dass ein besonders hoher Anteil der Studienanfänger/-innen aus den Ländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ein Studium in dieser Fächergruppe aufnimmt. Vor allem bei den Studienanfängerinnen liegt Rheinland-Pfalz mit deutlichem Abstand vorn.
Für die regional unterschiedliche Beliebtheit der Fächer gebe es viele Gründe, sagt Gunvald Herdin vom Bereich Hochschulmarketing und Student Recruitment bei CHE Consult: „Die Fächerstruktur der Hochschulen und die regionale Wirtschaftsstruktur wirken sich auf das Wahlverhalten der Studienanfänger aus.“
Der geschlechtsspezifische Ost-West-Vergleich zeigt, dass die Präferenz der Männer aus den westlichen wie auch aus den östlichen Ländern mit jeweils ca. 21 Prozent nahezu auf einem Niveau liegt. Von den Frauen hingegen studieren aus den westlichen Ländern knapp 16 Prozent und Studienanfängerinnen aus den Ost-Ländern lediglich knapp 13 Prozent ein Fach aus dieser Fächergruppe.
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